Alles Gute zum 25. Geburtstag
Ilayda
02. April 2001
seit unserer ersten Nachricht
Kapitel I
Eine Nachricht um 3 Uhr nachts
Es war spät. Viel zu spät um noch jemandem zu schreiben.
Aber da war dein Profil. Von allen Namen, allen Gesichtern — deins.
Ich konnte es nicht erklären. Etwas hat mich zu dir gezogen,
wie eine Kraft die keinen Namen hat.
Ich habe dir geschrieben. Irgendwas über Gespräche die sich leer anfühlen.
Über Seelen die fehlen. Und du hast sofort verstanden.
Als wärst du die Antwort auf eine Frage, die ich nie laut gestellt habe.
Kapitel II
Als hätten wir uns schon immer gekannt
Null fremd. Nicht eine Sekunde.
Kein awkward Small Talk, kein vorsichtiges Abtasten.
Vom ersten Satz an war es so, als hätten wir nur eine Pause gemacht
— und jetzt da weitergemacht, wo wir irgendwann aufgehört hatten.
Du warst sofort vertraut. So als hätte das Universum gesagt:
"Ihr habt euch lang genug gesucht."
Und dann das erste Telefonat. Du hast es wochenlang vermieden.
Du — die angeblich nie schüchtern ist.
Bei mir warst du es. Und ich fand es unendlich süß.
Kapitel III
Robbe, Pingu & Bubbelz 🦭
🦭 🦭 🦭
Jede Beziehung hat ihre Sprache. Unsere ist... besonders.
Wir machen Seelöwen-Geräusche am Telefon. Einfach so.
Und es ist das Normalste der Welt.
Da ist ein einsamer Pinguin, der zu den Bergen gelaufen ist.
Frag nicht warum. Pingu.
Und Bubbelz. Was ist Bubbelz? Niemand weiß es.
Es bedeutet nichts. Und genau deshalb bedeutet es alles.
Noni Pumi. Baby Noni. Maus.
Worte die kein Mensch auf dieser Welt versteht — außer wir zwei.
Kapitel IV
Silvester, 00:00 Uhr
Die Raketen draußen. Die Familie feiert.
Alle rufen sich "Frohes Neues" zu.
Und ich? Ich war am Telefon. Mit dir.
Weil es keinen Menschen auf dieser Welt gab,
mit dem ich in das neue Jahr starten wollte, außer dir.
Ich hab dir gesagt, wie sehr ich dich liebe.
Wie wichtig du für mich bist.
Und wir konnten einfach nicht auflegen.
Während die ganze Welt gefeiert hat, war mein ganzes Universum
in diesem einen Telefonat.
Kapitel V
Was du nicht siehst
Du machst dich klein. Das merke ich.
Du denkst, du müsstest weiter sein. Mehr geschafft haben.
Irgendwas vorweisen können. Und es frisst dich.
Aber weißt du was ich sehe?
Ich sehe jemanden, der Dinge so erklären kann,
dass man nicht mehr aufhören will zuzuhören.
Ich höre deinen Enthusiasmus, wenn du über etwas redest
das dich begeistert — und es steckt an.
Du bist mein bester Freund. Mein Berater.
Die Person die mich auffängt wenn ich falle.
Du siehst dich nicht so, wie ich dich sehe.
Und ich wünschte, du könntest dich einmal durch meine Augen betrachten.
Dein Talent ist real. Deine Zeit wird kommen.
Und ich werde niemals — niemals — dich verurteilen.
Egal was kommt.
Kapitel VI
Ein Versprechen
Ich weiß, dass die Entfernung manchmal wehtut. Berlin und Aschaffenburg fühlen sich an manchen Tagen an wie verschiedene Welten.
Aber ich will, dass du eins weißt — und zwar nicht als Floskel, sondern als Versprechen:
Egal wie lange es dauert. Egal was kommt. Egal wie schwer es manchmal wird.
Ich bleibe.
Du musst niemals an uns zweifeln. Nicht heute. Nicht morgen. Nicht in einem Jahr.
Du bist mein Mensch, Noni.
Ein letztes Geheimnis
Drei Fragen. Nur du kennst die Antworten.
Welches Tier machen wir am Telefon nach?
Wohin ist der einsame Pinguin gelaufen?
Was haben wir an Silvester um 00:00 gemacht?
Wie viel muss die Tasche mindestens kosten?
Du kennst uns. ♥
Für dich, Noni.
Kein Geschenk der Welt könnte ausdrücken, was du mir bedeutest. Aber ich hab's trotzdem versucht.
Alles Gute zum 25., mein Mensch.
Auf uns. Auf alles was noch kommt. ♥